20 Jahre Berufserfahrung und doch erst frisch diplomiert in Design Management International (HSLU 2024). Mein Spielplatz liegt zwischen Management und Kreativität — in Kommunikation, Brand Management, Fashion, IT und den Themen, die für mich wirklich zählen: Menschenrechte, Social Impact, Umweltschutz und zirkuläre Wirtschaft.
Geboren in den Schweizer Alpen, mit multikulturellen und mehrsprachigen Wurzeln aus Lateinamerika. Ich verbinde Welten — nicht nur geografisch, sondern auch im Denken. Ich spreche die Sprachen von Kreativen, Techies und Managern — und verstehe die der Menschen: Kontextbewusst und auf Augenhöhe.
Vollständiger CV auf Anfrage: → andreas.zesiger@hotmail.com








Design Management ist die Brücke zwischen Kreativität und Strategie – es geht nicht um schöne Oberflächen oder starre Prozesse, sondern darum, wie wir Dinge von Grund auf neu denken.
Ob in Unternehmen, Behörden oder sozialen Projekten: Statt Symptome zu behandeln, werden Systeme hinterfragt.
Hierzu ein Beispiel — eine wahre Geschichte aus La Paz, Mexiko:
La Paz, Mexiko — eine Fischergemeinde steht am Rande des Kollapses. Die Muschelbestände sind fast aufgebraucht. Die Fischer wissen es selbst: «Wir sind im Wettrennen um die letzte Muschel» — aber wer eine Familie ernähren muss, hört nicht auf.
Eine kleine NGO von Meeresbiologen hat sich der Problematik angenommen. Es wäre zu erwarten gewesen, dass sie mit Studien, Vorträgen und Regulierungen reagieren würde — doch sie taten etwas Ungewöhnliches: Sie zogen in die Gemeinde, wurden Teil von ihr und konnten so durch Gespräche und Co-Creation auf Augenhöhe die Bedürfnisse der Dorfbewohner erkennen. Die Botschaft war klar: «Wir sind da, um mit euch zusammenzuarbeiten — nicht um euch zu bevormunden oder zu belehren.»
Ihre erste Intervention war kein Fischereiprogramm — sondern ein Fussballplatz. Nur ein Erdplatz, aber für eine Gemeinde, deren Kinder Fussball lieben, war er transformativ. Eltern kamen zum Zuschauen, das Dorf bekam ein Team, Hoffnung kehrte zurück. Parallel führten sie ökologisches Gärtnern ein — denn wenn die Fischbestände sich erholen sollen, braucht die Gemeinde andere Einnahmequellen.
Nach wenigen Jahren: Muschelbestände von fast null auf drei Millionen. Wichtiger noch — eine Gemeinde hatte sich selbst transformiert.
Das ist reines Design Management: nicht wissenschaftliche Überlegenheit, sondern die Gestaltung von Beziehungen. Beginnen mit den Werten der Gemeinde — ihre Kinder, ihr Fussball — statt mit komplexen Programmen. Echte wirtschaftliche Alternativen schaffen, bevor man verlangt, etwas aufzugeben. Transformationsarbeit, keine Kosmetik. Wissenschaftlich fundiert, aber evidenzbasiert und realistisch: am Ende zählt, was im echten Leben funktioniert.
Offen für die nächste sinnvolle Herausforderung.
andreas.zesiger@hotmail.com